Ausbildung & Beruf

Seit mehr als 20 Jahren leide ich an der chronischen Darmerkrankung Colitis Ulcerosa (mehr dazu bei Wikipedia) und Spondyloarthritis (mehr dazu beim Unispital Zürich). Die Krankheit konnte lange Zeit mit pharmazeutischen Mitteln unter Kontrolle gehalten werden doch vor einigen Jahren stellte sich eine kontinuierliche Verschlechterung ein (meine Geschichte kann auf meiner Webseite www.andrereber.ch nachgelesen werden). So kam es, dass ich mein ganzes Leben überdachte und zusammen mit meiner Partnerin einige einschneidende Entscheidungen getroffen habe.

Eine der wichtigsten Veränderungen war meinen angestammten Beruf als Informatiker zu verlassen und die Ausbildung zum Naturheilpraktiker TEN zu starten. Ich komme ursprünglich „aus den Bergen“ und in meiner Familie wurde in früheren Zeiten sehr viel mit der traditionellen „Volksmedizin“ geheilt. Altes Wissen über Heilung, die Natur als Hilfe zur Gesundung, Lebensumstellung und Entschleunigung….alles Themen welche ich selber kennen lernen durfte, ja musste.

Das Leben mit einer chronischen Erkrankung hat einige Nachteile, aber auch Vorteile: man ist als direkt betroffener sowohl in der schul- wie auch der komplementärmedizinischen Welt zu Hause oder zumindest offen für diese Welten. Ich bin überzeugt, dass vieles was uns die Natur geben kann in der Gesundheitsprävention und in der Heilung helfen kann und die Komplementär- und Schulmedizin Hand in Hand gehen müssen um für den Patienten eine nachhaltige Behandlung zu erreichen. Auch ich bekomme heute nach wie vor Medikamente (Azathioprin und Infliximab) doch hilft mir ergänzend sehr vieles aus der Komplementärmedizin um die Krankheit und die Nebenwirkungen der Medikamente besser im Griff zu haben (eine Heilung gibt es bisher nicht, weder auf schulmedizinischem noch auf komplementärmedizinischem Wege).

Die Ausbildung zum Naturheilpraktiker TEN ist in der Schweiz klar reglementiert und beinhaltet unter anderem sehr viel schulmedizinisches Wissen, Ernährungslehre, manuelle Therapien, Traditionelle Europäische Naturheilkunde, etc. Kurzum: eine breite Palette an komplementärmedizinischen Behandlungsmethoden.

Für meine Zukunft sehe ich mich stark in dem Bereich der physischen und psychischen Therapiebegleitung / Therapieunterstützung bei chronischen Erkrankungen, (speziell Verdauungs- und Darmerkrankungen), der Heilung resp. Heilungsunterstützung mittels manuellen Therapien (Massagen) und Phytotherapien (Pflanzenheilkunde). Des weiteren beabsichtige ich kombinierte Naturcoaching-Seminare anzubieten: diese werden das Wiederentdecken der Natur „vor unserer Haustüre“ (Flora und Fauna) sowie das gleichzeitige „Entschleunigen“ resp. Zeit für sich selbst nehmen beinhalten.

Man sagt, Träumen darf man ja: mein grösster Traum ist es, in Zukunft zusammen mit einem Hausarzt gemeinsam eine Praxis zu führen um den Patienten eine umfassende Betreuung welche Schul- und Komplementärmedizin beinhaltet zu bieten.